Neues aus Neustadt

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Erstellt von Martin sona am 08. Mai 2002 um 22:44:28 Uhr:

Neues aus Neustadt!

Werte Kameraden, es gibt mal wieder einiges aus der Schachtbergreifenden Bude zu Neustadt zu berichten.
Wie in meinem letzten CEG Artikel angekndigt hatten wir 01. Mai 01 ein Vereinstreffen an dem sich Reisende und Einheimische (fast) aller Schchte rege beteiligten.
Nachdem sich keiner der in Neustadt einheimischen Gesellen bereiterklrte weiterhin den Posten des Prsidenten zu bernehmen ging dieses Amt in die Hnde der Reisenden ber, wo er nach meiner Meinung auch hingehrt. Der freireisende Steinmetz Thomas Faust hatte sich leichtsinniger weise als, „im Vereinsrecht bewandert“ zu erkennen gegeben und so stellte er sich, nach vielem Schulterklopfen, wenn auch nicht mit Begeisterung so doch mit der Gelassenheit und Schiksalsergebenheit die einen bereisten Gesellen oft auszeichnet, diesem Amt zur Verfgung. Ihm zur Seite gesellten sich (im Wahrsten sinne des Wortes), der freireisende Tischler Roland Beck als zweiter Vorstand und zweckmiger weise als einziger Einheimischer, der rechtschaffen einheimisch Zimmrergeselle Jrg Spth als Kassenwart. Einige bisher liegengebliebene Vereinsrechtsgeschichten wurden von dem neuem Spitzenteam zgig und Souvern erledigt und auch sonst wurde so manch berfllige Organisationsarbeit erledigt.
So verfgt die Bude Neustadt nun ber eines jener phnomenalen, technischen Gerte, die mittels eines Gas betriebenen Feuers in der Lage sind, durchlaufendes Wasser soweit zu erhitzen, da es noch in heiem Zustand aus den zur Wasserentnahme vorgesehenen Ventilen herauskommt.
Des weiteren verfgt die Bude Neustadt nun endlich ber ein Pennebuch in das sich doch bitte jeder bernachtende Geselle einschreiben mchte!
Ansonsten hatten unsere Vorstndler ein ruhiges Jahr da sich die Reisenden zu Neustadt in liebgewonnener arnachistischer Tradition selbstverwalten.
So ging denn wiederum ein Jahr ins Land und am 01.Mai 02 traf sich der Neustadter Gesellenverein zur Sitzung, was im brigen viel gemtlicher als eine Stehung ist. Schade nur das sich so wenig Reisende daran beteiligten denn es gab tatschlich noch reichlich Sthle. Zumal einige Neustadter Einheimisch mit frischem Nachwuchs beschftigt waren und so nicht mitsitzen konnten.
Nun der Amtierende Vorstand bzw. Vorsitz, wurde fr seine Arbeit aufs hchste Gelobt und Entlastet. Nach der Entlastung erfolgte die Entlassung. Der 1. Und 2. Vorsitz standen (saen?) fr ihr Amt nicht mehr zur Verfgung und mute neu besetzt werden. Zwar war die Auswahl an Reisenden gering, doch wurde mangelnde Quantitt durch reichliche Qualitt mehr als wett gemacht.
So ist es mir eine Freude, kund tun zu drfen das der rechtschaffene fremde Zimmrer Johannes Barth nun als Herr Prsident angesprochen werden darf. Vize ist die freireisende Kunstglaserin Gabi Goebel, das Amt des Kassenwarts verbleibt bei Jrg.
Beim anschlieendem Gesprch (das im sitzen stattfand und so als Teil der Sitzung angesehen werden darf) wurde festgestellt das es immer wieder Reisende gibt die mehr Saubr als sauber sind und noch nicht gemerkt haben das ihnen weder Mami noch Papi noch sonst jemand hinterherreist um den von ihnen hinterlassenen Saustall aufzurumen. Ich mchte an dieser Stelle alle dazu ermutigen solche Reisende auf ihr verantwortungsloses Verhalten aufmerksam zu machen, (eventuell auch mal das eigene Verhalten berprfen!) denn abgesehen von dem Frust den solche „Schweineigelei“ bei den Gesellen erzeugt die es immer wieder ausbgeln drfen, ist davon auszugehen das sich diese saubren Gesellen auch in der ffentlichkeit entsprechend verhalten, was dem Vertrauensvorschu, den Reisende genieen nicht gerade dienlich ist. berhaupt sollten wir die Verantwortung der Reisenden fr einander vielleicht mehr Thematisieren. Bei unserer Sitzung kam in diesem Zusammenhang die Rede auf einen Schachtbergreifenden Ehrenkodex den man so formulieren kann:

„Jeder Reisende sollte sich so verhalten das die Nchsten wieder willkommen sind!“

Sicher klingen solche Moralbegriffe wie Verantwortungsbewutsein, Ehre und Pflicht in unserer heutigen Konsumgesellschaft fremd, doch sind sie wichtiger Bestandteil jeder Gemeinschaft und darum wre es ein konstruktiver Beitrag fr die ganze Gesellschaft diese Begriffe wieder Positiv zu besetzen und neu zu beleben.
Wer, wenn nicht wir sollte dazu in der Lage sein?

Die beiden letzten, zugegeben etwas Pathetisch geratenen Stze stammen ausschlielich von mir, da ich sie jedoch im sitzen formulierte, bin ich am berlegen ob man sie nicht Pauschal der Sitzung zuordnen sollte.
Wie dem auch sei, nach soviel ergreifenden Worten ist es doch das beste etwas Handfestes anzugreifen um gegebenenfalls zu begreifen ob es hier um etwas Greifbares geht oder nur um leere Phrasen.
Aus diesem Grunde haben wir beschlossen vom 05.-12.Oktober 2002 eine Bastel-Putz-und Arbeitswoche in Angriff zu nehmen.

05./06. Oktober Zureise.
07.-11. Oktober Basteln, Putzen, Arbeiten.
12. Oktober Party!

Wre ein Knppel Dign wenn sich hier auch ein paar Siegllackse und sonstige CEG’is einfnden.

Also bis denn,
Euer krummbuckliger Einheimischer von der Weinfront,

Martin Sona
r. frd. einh. Steinmetz
zu Neustadt a.d. Weinstrae



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